Was ist Kulturgeschichte?

Quelle: www.vkkg.uni-jena.de/seminar/was+ist+kulturgeschichte_

 

Kulturgeschichte geht aufs Ganze: Sie will den Menschen historisch verstehen. „Was ich bin, bin ich geworden“ (Johann Gottfried Herder). Im Gegensatz zur Philosophie, deren Universalitätsanspruch beim Denken ansetzt, nimmt die Kulturgeschichte die Lebenspraxis zum Ausgangspunkt.

 

Im Gegensatz zur (herkömmlichen) Geschichtswissenschaft setzt sie nicht beim Staat oder bei der Gesellschaft an, sondern bei der Kultur, d. h. beim Gesamtzusammenhang unserer Lebensformen und Denkweisen. Während der Kulturbegriff in der deutschen Alltagssprache immer noch etwas mit dem Schönen und Guten zu tun hat (Peter Burke: „opera house culture“), ist der Kulturbegriff der Wissenschaftssprache am strukturellen Zusammenhang des „selbstgesponnenen Gewebes“ (Clifford Geertz, Max Weber, Wilhelm von Humboldt) unserer Symbolwelten orientiert. Es kommt also darauf an, Begriffe und Kategorien zu finden, die geeignet sind, die undurchschaubaren Zusammenhänge des Alltagslebens aufzuhellen.

Dafür stellt Kulturgeschichte ein flexibles Instrumentarium bereit.

 

Begriffliche Kerne der Jenaer Kulturgeschichte sind zum Beispiel ‚Medium‘ und ‚Institution‘. Kulturelle Zusammenhänge lassen sich erschließen, indem man, von der menschlichen Sinnesausstattung ausgehend, die Medien des Auges und des Ohres in ihrer historischen Entfaltung in den Blick nimmt (Hörfunk, Film, Fernsehen, Internet usw.). Aus der Einsicht in die Kulturmächtigkeit der heutigen Medien kann man sich zurücktasten in die Medienwelt der Vergangenheit (Tagebuch, Brief, Buch, Zeitschrift usw.).

 

Durch Institutionen bedingte Ausprägungen von Kultur führen beispielsweise zur Beschäftigung mit Universität, Hof oder Kirche. Damit stehen auch schon soziale Formen kultureller Vergesellschaftung auf dem Programm [der Jena Universität]: Adel, Bürger, Bauern und Arbeiter verwirklichten in der Vergangenheit jeweils eigene Formen menschlicher Kultur. Auch das Verhältnis von Mann und Frau ist kategorial hervorgehoben (Kulturgeschichte der Sexualität).

 

Traditionelle kulturelle Entwicklungszusammenhänge wie der nationale, der für die Neuzeit so wichtig geworden ist, kommen ebenfalls ins Spiel, doch führt deren Berücksichtigung sogleich zu Fragestellungen wie Kulturaustausch, Kulturtransfer, Kulturwandel – und nach der Bedeutung des Nationalen in Konkurrenz mit dem Regionalen einerseits, mit dem Transnationalen andererseits. Praxis bedeutet hier: Berücksichtigung der Lebensformen des Reisens und des Schreibens über Reisen, Wahrnehmung der Formen kulturellen Austausches in Symbolwelten (Fest und Feier, Riten, symbolische Handlungsgestalten).

 

Kulturgeschichte ist also Geschichte im Sinne einer Akzentuierung historisch sich entwickelnden Menschseins, teilt jedoch mit anderen Kulturwissenschaften das Interesse am theoretischen Zusammenhang. Insofern spielen dann auch die Klassiker und ihre Theorien eine Rolle – insbesondere die historisch denkenden wie Norbert Elias oder Aby Warburg. Aber zentral bleibt die Beschäftigung mit dem „handelnden, strebenden und duldenden Menschen“ (Jacob Burckhardt).

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Johanna Panagiotou Victoria Mali

Kulturhistorikerin & Kommunikationswissenschaftlerin 

Kulturagentur Jopa Arts

Vagabundieren zwischen Kunst und Wissenschaft 

Roving around between Arts and Science 

Kurz über mich

Ob wissenschaftliche, literarische, unternehmerische, politische, fachliche, essayistische, oder journalistische – Texte sind für mich wie Gemälde; Kunstwerke, die ganz nach dem Motto »verba volant, scripta manent« mit besonderer Sorgfalt erschaffen und gepflegt werden müssen.  

Unternehmen oder Initiativen, die in Worte fassen und beschreiben müssen, was sie genau machen, stehen vor einer zusätzlichen Herausforderung: Alles muss – wie ein Schaufenster – glänzen.

Und obwohl das Sprichwort »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte« in aller Munde ist und der Mehrwert von Bildern gegenüber Texten – in manchen Fällen – unbezweifelbar ist, entscheidend für die Leserschaft sind es letztendlich die Texte.

Haben sich die Leser_ innen gelangweilt? Haben sie kurz und bündig – ohne nachzufragen –, verstanden, für was Sie genau stehen? Wurden potenzielle Kund_ innen oder Unterstützer_ innen gewonnen und überzeugt? Und nicht zuletzt: Sind die veröffentlichten Texte ein Beweis dafür, dass sie professionelle Arbeit schätzen und dementsprechend honorieren?

Wenn Sie auch der Meinung sind, dass die Verfassung von Texten eine äußerst anspruchsvolle Tätigkeit ist, die den Profis überlassen werden sollte, dann sind sie bei mir richtig!

Garantieren kann ich ihnen die Lieferung von lebendigen, lesefreundlichen und aussagekräftigen Texten mit einem unbestrittenen Wiedererkennungswert, die aus meiner Feder stammen und die man – auch mithilfe der besten Suchmaschine – nicht abschreiben kann.

Kurz über mich: Mein Name ist Johanna Panagiotou, geb. Mamali. Geboren wurde ich 1981 in München. In der bayerischen Metropole wuchs ich auf und absolvierte das deutsch-griechische Gymnasium mit Bestnoten, erhielt bei einem internationalen Literatur-Wettbewerb den zweiten Preis und vertrat meine Schule im Jugendparlament.

An der Aristoteles Universität studierte ich Kommunikationswissenschaften und schloss mein Masterstudium „Medienpsychologie“ an der Athener Universität Panteion mit Auszeichnung ab. Seminare für Politik- und Unternehmenskommunikation besuchte ich an der Universität in Den Haag sowie Seminare für Neogräzistik, Germanistik, Psycholinguistik und Kulturanthropologie an der Universität München. Dort promoviere ich seit 2019 im Bereich Kulturgeschichte am Amerika-Institut. Der Titel meiner Dissertation ist: „Frauen zwischen Macht und Ohnmacht im Kommunismus: Einblicke in die Entstehung des Kalten Krieges“. Ein Jahr später wurde ich in das strukturierte Promotionsprogramm „Klasse für Kulturgeschichte“ aufgenommen.

Mein akademisches Interesse konzentriert sich auf: US-Kulturanthropologie, US-Rolle im internationalen Geschehen, Migrationsgeschichte, Linke Geschichte, Geschichte des Kalten Krieges, Machtforschung und Frauen–Biographieforschung. Studien und Aufsätze von mir wurden in wissenschaftlichen Konferenzbändern und Fachzeitschriften veröffentlicht.

Neben der Verfassung meiner Dissertation organisiere ich interkulturelle Lesungen, moderiere eine Radiosendung über politische Literatur und initiiere Projekte zur internationalen Kulturgeschichte.

Vor der Promotion brachte ich zweisprachige Publikationen heraus, die in der Staatsbibliothek und im Münchner Stadtmuseum beheimatet sind.

Ich bin Mitglied von Initiativen für Frauenrechte, Biographieforschung, politische Bildung, für die Kulturforschung der Aromunen, die vergessenen Verbrechen im Nachkriegsdeutschland, die transnationale Zusammenarbeit von Universitäten und für eine kultursensible Gesundheitskommunikation. Ich spreche fünf Sprachen und bin Mutter von drei Kindern. In der literarischen/künstlerischen Szene bin ich bekannt unter dem Autorenname Victoria Mali.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich weiß noch, als ich mit 9 Jahren meinen ersten Roman schrieb. 30 Jahre danach hat diese Leidenschaft zum Schreiben nicht nachgelassen.

Danke für die Gelegenheit, diese Liebe weiterpflegen zu dürfen!

Herzlichst, 

Eure Johanna Panagiotou alias Victoria Mali

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